Montag, 20. April 2015

Yamm yamm: Südtiroler Schlutzkrapfen

Als Kind habe ich mich mehr oder weniger nur von Kakao und Nutellabroten ernährt. Gemüse, Obst? Kam mir nicht auf den Teller. Anders bei Schlutzkrapfen: Wenn wir bei meinen Verwandten in Südtirol zu Gast waren saß die ganze Familie am riesigen Küchentisch und machte Schlutzkrapfen. Jeder hatte seinen Platz und seine Aufgabe. Meine war das "Pitschen" (die Ränder der Teigtaschen zusammenzudrücken, damit sie beim Kochen nicht aufgehen). Aber von Anfang an...


Südtiroler Schlutzkrapfen - das Rezept meiner Mama

Teig
  • 250 g Roggenmehl
  • 250 g Weizenmehl
  • Salz, evtl. 1 Ei

Fülle
  • 250 g Topfen
  • 500 g Spinat oder Mangold
  • Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch, Majoran, Bergtum (= Bohnenkraut), Salz

Die Zutaten für den Teig mit der notwendigen Menge Wasser zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, kurz rasten lassen.

Für die Fülle den passierten Spinat gut abtropfen lassen, mit Topfen, Gewürzen und sehr fein gehackter Zwiebel vermischen. Man kann auch Blattspinat oder Mangold verwenden: diesen dünsten, gut abtrocknen und fein hacken.

Den Teig dünn austreiben und mit einem Ausstecher oder Glas runde Blätter ausstechen; mit einem kleinen Löffel die Fülle daraufgeben, halbmondförmig zusammenklappen und die Ränder gut andrücken (= "festpitschen"). Getrennt voneinander auflegen, damit die Teigtaschen nicht zusammenkleben (siehe Bild oben).

Die Schlutzkrapfen in Salzwasser mit 1 Esslöffel Öl 5 Minuten sieden, abseihen, mit Parmesankäse bestreuen und mit zerlassener heißer Butter übergießen. 

Der letzte Schritt ist für mich fast der Wichtigste - die Schlutzkrapfen müssen nur so triefen vor Fett! Es schmeckt erst so richtig, wenn die Butter beim Essen das Kinn runterrinnt. Ich weiß, für manche mag das eklig klingen und normalerweise bevorzuge auch ich eher magere Speisen, aber bei Schlutzkrapfen gehört das einfach dazu!



Und da für mich Südtirol auch irgendwie zu Österreich zählt, ist dieser Blogeintrag bei Create in Austria verlinkt :-)

Kommentare:

  1. Würden mir sicherlich auch schmecken, habe sie noch nie mit Roggenmehl gemacht. Muss sie gleich einmal ausprobieren. Vielen Dank für das Rezept.
    LG Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gerne! Gib doch Bescheid, wie sie geworden sind :)

      Löschen
  2. Mhhmm lecker ich weiß nicht, wie viel Stück ich damals bei deinem (18.?) Geburtstag verdrückt habe. Das Rezept klingt ja gar nicht so schwer. Vielelicht probier ich es mal aus...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Puh, ich weiß gar nimmer welcher Geburtstag das war. Aber der 18. könnte hinkommen. Hat dein Freund noch nie welche gemacht? ;-)

      Löschen